Jack 2.0

Gestern war er dann endlich gekommen: Jacks großer Tag.
Wobei er selbst ihn wahrscheinlich gar nicht sooo klasse fand, denn für ihn hieß es „Auf, auf, hopp-hopp, ab zum Tierarzt“ und als er danach auf wackligen Beinen wieder nach Hause kam, war er halt kastriert. Nachdem die Wirkung des Chips in den letzten Wochen fast genau so schlagartig nachliess, wie sie anfangs eingesetzt hatte, kamen nämlich auch seine Hengstmanieren wieder verstärkt zum Vorschein und räumten damit auch die allerletzten, eventuell noch vorhandenen Zweifel an der Richtigkeit dieses Schritts vollends aus.

Es lief aber alles ganz gut und den Rest des Tages sowie den Abend verbrachte ich dann mit einem sich feste an mich kuschelnden, sabbernden, so langsam den Narkoserausch ausschlafenden Hund vor dem Kamin. Was uns ein wenig besorgte, war die Tatsache, dass Jack, wenn er denn stand, einfach nur regungs- und orientierungslos in der Gegend herumstand. Auch draußen auf der Wiese, obwohl er selbst bekundet hatte, mal dorthin zu müssen, ferner hatte er auch mehrere Stunden nach der OP noch nichts getrunken. Das änderte sich jedoch schlagartig, nachdem er sich eigentlich eher aus Versehen diesen aufblasbaren Ring, den er ja um den Hals trug, abgestreift hatte und schwupps – konnte dieser Hund wieder richtig laufen, ja sogar traben, hörte nicht mehr auf zu strullern und trank danach den halben Wassernapf leer, so dass wir den Ring heute zumindest tagsüber dann auch weglassen, so lange jemand bei ihm ist, der ihn halt beobachtet und aufpasst, dass er nicht an der Wunde rummacht.

Er schläft sehr viel, ist ansonsten aber schon wieder richtig fit, hat Appetit, trinkt und tut halt all das, was ein Hund so tut – vor allem aber genießt er, dass er momentan schön nah bei mir auf der Couch dösen darf, weswegen das Ganze in ein paar Tagen hoffentlich komplett vergessen sein wird und dann starten wir hier noch einmal so richtig durch 😀