Kategorie: Was sonst nirgendwo hinpasst
Müde
Verdammt, ich glaub, ich muss hier mal Pause machen.
Ob ich die falschen Leute kenne, in den falschen Netzwerken unterwegs bin oder vielleicht einfach selbst immer nur das Falsche raushaue – keine Ahnung. Ich weiss nur, dass mich das alles ganz furchtbar müde gemacht hat, weil ich meistens vorher schon weiss, wie die Reaktionen aussehen werden und deswegen dann bereits fertig verfasste Sätze, Beiträge oder Aufnahmen doch wieder lösche – und das kann das doch nicht Sinn der Sache sein.
So ergeht es mir gerade sogar mit diesem Blogartikel – und es das gibt mir jetzt doch sehr zu denken, denn ich habe schon immer viel lieber geschrieben als geredet und wenn ich etwas nicht in gesprochene Worte fassen konnte/wollte, so ist mir das in Schriftform doch immer noch gelungen. Gerade muss ich jedoch miterleben, wie ich selbst daran grandios scheitere und ich fürchte, dass es nun ernst wird 🙁
Ich ertrage all diese Platitüden und Stammtischgespräche nicht mehr, die sich auf das allgemeine Tagesgeschehen, persönliche Angelegenheiten oder worauf auch immer beziehen. Im Netz lässt sich das, obwohl es auch dort unfassbar nervt, ja noch wunderbar wegklicken, doch im realen Leben funktioniert das leider nur bedingt und irgendwann möchte man nur noch ganz laut „VERDAMMT LASST MICH MIT EUREM SCHEISS IN RUHE!!!!“ rufen. Dabei wäre es so wichtig, eben NICHT zu schweigen, aber mit denen, die es betrifft, KANN man halt nicht diskutieren. Einmal an diesem Punkt der Erkenntnis angekommen, WILL man es dann aber auch nicht mehr, weil es nämlich genau so sinnlos ist wie diese belanglosen Unterhaltungen, deren exakten Wortlaut man schon unzählige Male gehört hat.
Jaaaaa, ich weiss, man nennt dieses Gelaber „Smalltalk“ und es ist auch durchaus gesellschaftlich akzeptiert, aber ich kann damit nun mal nichts anfangen. Vielleicht weigere ich mich aber auch nur, bewusst Worte und Zeit für etwas zu verschwenden, was zwei Minuten später sowieso wieder vergessen sein wird, weil es nämlich niemanden wirklich interessierte. Also weder den, der es sagte, noch den, der es hörte.
Aber es führt letztendlich halt zu, na, ihr ahnt es schon, SCHWEIGEN.
Neulich saß ich mit jemandem zusammen, wir unterhielten uns über genau dieses Phänomen und ich stellte dabei fest, dass ich offenbar gerade „keine Lust mehr auf MEN-SCHEN“ hätte, was zuerst gar nicht so ernst gemeint war wie es vielleicht klang, aber mein Gegenüber schaute mich nur an, sagte ne ganze Weile gar nix und meinte dann nur
„Das kann ich verstehen. Geht mir auch so.“
Je mehr ich darüber nachdenke, umso mehr komme ich zu dem Schluss, dass es auch tatsächlich so ist. Ich kenne durchaus viele liebe, nette und wertvolle Menschen, die ich schätze, mag und achte, aber als ich gerade diesen Satzanfang schrieb, hörte ich gleich schon wieder jemanden „Aber es gibt doch gar keine un-wertvollen Menschen, JEDER Mensch ist wertvoll!“ rufen. Anstatt das jetzt aber zu löschen und politisch korrekter auszudrücken, lass ich es als Beispiel für dieses Dilemma einfach mal stehen, denn das ist eins von vielen Dingen, die mir die Lust am Reden und Schreiben gerade so massiv abtöten, nämlich dass man sich inzwischen schon bei jedem einzelnen Wort überlegen muss, ob man das so noch sagen darf, ob es politisch noch korrekt ist oder ob man nicht doch besser eine andere Formulierung wählen sollte. Ich gehöre zwar auch ohne Druck von außen schon zu denjenigen, die sich über sowas überhaupt noch Gedanken machen und nicht einfach im Sinne von „eigene Meinung haben“ ihre Ergüsse ungefiltert rauslassen, aber inzwischen hat das Züge angenommen, die stellenweise einfach nur noch krank sind.
Gleichzeitig erlebe ich Menschen, die weinend im Supermarkt stehen, weil sie sich nicht zwischen den siebenundzwanzig verschiedenen Erdbeerrottönen einer Lippenstiftmarke entscheiden können und Angst haben, ausgerechnet den zu kaufen, der ihr gesamtes äußeres Erscheinungsbild komplett ruiniert – ausserdem hat diese Fleur de la Schlagmichtot auf ihrem Insta-Kanal doch erzählt, dass nur Lippenstift mit linksdrehenden Rottonkulturen wirklich effektiv beim Abnehmen hilft. Da werden Details und Tiefgang dann auf einmal extrem wichtig und all die, die da gerade so erbärmlich ertrinken, hätte ja auch einfach mal Schwimmen lernen können. Manchmal mag man gar nicht so viel essen können, wie man kotzen wollte.
Manchmal lösen dann wieder ganz harm- und belanglose Dinge etwas aus.
Der Auslöser für diesen Beitrag hier gehört zum Beispiel in diese Kategorie, denn es war das simple Twitterfoto eines mit Bier gefüllten Glases, welches ich schlichtweg nur aus einem einzigen Grund postete, nämlich weil ich den Namen der Brauerei so niedlich fand. Hatte etwas mit Bibern zu tun, weswegen ich dann auch noch mit einem Augenzwinkern dazu schrieb, dass das Bier überhaupt nicht holzig geschmeckt hätte, aber nur wenige Momente später verdrehte ich auch schon wieder die Augen, denn natürlich fiel mal wieder jemandem auf, dass wir hier unser Bier ja gar nicht aus Litergläsern trinken und das musste genau so natürlich auch umgehend entsprechend kommentiert werden.
Was ich allerdings auch bereits vor 10 Jahren schon nicht mehr erheiternd fand.
Herrjeh, wir wissen hier inzwischen, dass wir von Bier keine Ahnung haben und dass echte Genießer, Könner und Fachidioten das ihre aus Gläsern trinken, die mindestens, aber auch wirklich mindestens einen halben Liter fassen. Lasst uns doch einfach und langweilt uns nicht mit den immer gleichen, dämlichen und zudem auch noch abgenutzten Sprüchen!
So banal dieses Beispiel auch klingen mag, so stellvertretend steht es doch für die vielen kleinen und großen Dinge, bei denen man inzwischen lieber einfach nur noch weggehen und sich die Ohren zuhalten möchte. Es erklärt zudem auf anschauliche Weise, warum manch einer lieber gar nichts mehr sagt, als sich selbst nach einer völlig harmlosen Geschichte immer wieder mit der gleichen, zähen Leier konfrontiert zu sehen. Genau das hat mich inzwischen in so vielen verschiedenen bereichen so unfassbar müde gemacht, dass ich „keine Lust mehr auf MEN-SCHEN“ habe. Was mir für die, die ich wirklich mag und die mich auch wirklich zurückmögen, sogar ehrlich und aufrichtig Leid tut. Auf Euch hab ich IMMER Lust, aber im Moment sind die vielen anderen halt so anstrengend, dass ich einfach mal ne Pause brauche.
DSGVO
Im Rahmen der in Bälde in Kraft tretenden DSGVO finden hier gerade einige Umbauarbeiten statt.
Die wesentlichen Dinge dürfte ich inzwischen erledigt haben, doch jetzt bedarf es nur noch ein wenig des Feintunings, dann geht es hier auch wie gewohnt weiter und dann bekommt auch niemand mehr merkwürdige E-Mails 🙂
Ebenso befindet sich die nächste Podcastfolge bereits in Arbeit. Ich weiss, ihr wartet alle seeeeehnsüchtig darauf und hoff grad selber, dass es sich jetzt nicht mehr allzu lange hinzieht – doch lasset Euch gesagt sein: Es ist wieder Land in Sicht 😉
In diesem Sinne
Bleibt mir gewogen
ULI
Der Gewinner steht fest!
Hallo zusammen,
soeben erfolgte die hochoffizielle Gewinnerziehung und nun steht also fest, wer das begehrte Ulikat gewonnen hat.
Wenn ihr das dazu gehörige Video findet ihr HIER
Ich gratuliere ganz herzlich, freue mich riesig über die rege Beteiligung auf den verschiedensten Wegen und möchte allen Nicht-Gewinnern tröstenderweise sagen, dass das mit Sicherheit nicht die letzte Aktion gewesen ist. Vielleicht habt ihr beim nächsten Mal ja mehr Glück 🙂
Achtung – Verlosung!
Hallo zusammen,
um meine gesammelten Werke etwas bekannter zu machen, starte ich heute eine kleine Verlosung. Hier alle notwendigen Informationen:

1.) Was gibt’s zu gewinnen?
Der Gewinner erhält ein individuell, nur für ihn persönlich von mir gesandstrahltes Trinkgefäß.
Ob dieses Ulikat ein Glas oder doch lieber eine Tasse sein soll, kann er frei wählen, ebenso das Motiv, welches ich gemäß seinen Wünschen dann spülmaschinenfest darauf aufbringe. Es gibt zwar ein paar Dinge zu beachten (dazu später mehr), aber grundsätzlich sind der Phantasie hier keine großen Grenzen gesetzt. Für den Fall, dass die Tasse gewählt wird, können wir sogar noch über die Farbe derselben reden.
2.) Wie funktioniert es?
Ihr könnt bis zum 07.10.2017, 24:00 Uhr auf verschiedenen Wegen Lose sammeln. Wie viele dieser Wege ihr nutzt, bleibt allein Euch überlassen, aber jedes gesammelte Los erhöht natürlich Eure Gewinnchancen 😉
Die Lose kommen am 08.10.2017 alle in einen Topf, aus welchem dann der Gewinner gezogen und umgehend benachrichtigt wird. Anschließend einigen wir uns bezüglich Material / Motiv und sobald ich das Glas oder die Tasse fertiggestellt habe, erfolgt der Versand.
Lose gibt es für folgende Aktionen:
Kommentieren oder Liken des Gewinnspielbeitrags bei Facebook: jeweils 1 Los
Liken der Uliversum-Seite bei Facebook: 2 Lose
Teilen des Gewinnspielbeitrags auf Facebook: 3 Lose
Wer dieses per E-Mail an mich sendet, erhält – ihr ahnt es sicherlich schon – satte 5 Lose.
– Vorwort –
Mir fällt dieser Neuanfang unfassbar schwer, denn wie viele von Euch sicher wissen, habe ich den “Scaddyblog” abgrundtiefsttraurig geschlossen, nachdem unser lieber und treuer Gefährte,
Sir Great King Scad persönlich,
diese Welt krebsbedingt viel zu früh verlassen musste.
Die Traurigkeit sitzt tief, mir blutet das Herz im Strahl und wir vermissen unseren Kleinen unbeschreiblich. Er fehlt unendlich an allen Ecken und Kanten. Niemand wartet mehr an der Tür, die Plätze wo er immer gelegen hat sind leer, das Trippeln auf dem Boden, das WUSCH, wenn er ins Bett oder von der Couch fegte, all die vielen, kleinen, tagtäglichen Gewohnheiten, auf einmal ist das alles einfach weg. Seine Blicke, sein genussvolles Brummeln, sein Gestupse, sein Gekuschel, nichts davon ist mehr da.
Geblieben ist nur die liebevolle und dankbare Erinnerung an einen ganz, ganz besonderen Hund, der den Menschen um sich herum immer wieder ein Lächeln ins Gesicht und Wärme ins Herz gezaubert hat und bei dem man sich schon ganz schön anstrengen musste, um ihn NICHT zu mögen, weil er die Leute gleich reihenweise um den Finger wickelte. Der kleine Kasperkopf, Kobold, Professor und Schelm. Gößenwahn und Dobbyismus in Personalunion.
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Und wir stellten fest, dass es so ganz ohne Hund einfach ü-ber-haupt-nicht geht, weswegen in einigen Wochen auch ein kleiner Welpe in dieses noch so leere Heim ziehen und wieder Leben in die Bude bringen wird.
Nachdem wir ihn letzte Woche zum ersten Mal gesehen haben, waren wir heute wieder bei ihm und indem er kuschelnderweise auf meinem Arm einschlief, hat er schon ein erstes, winzig kleines Pflaster auf mein blutendes Hundeherz geklebt. Man sieht es kaum, man spürt es kaum, aber es ist da.
Und es fühlt sich gut an.
So gut, dass ich heute tatsächlich die Kraft fand, diesen Vorwort-Beitrag hier zu schreiben.
Wir freuen uns jetzt auf unser neues Familienmitglied, auf die aufregende und ja, auch anstrengede Zeit, die vor uns liegt. Vor allem aber darauf, dass in ihm alles weiterleben wird, was wir von und durch Scaddy lernen durften, denn er war zwar nicht unser erster Hund, aber doch der, der uns am meisten beigebracht hat.
Geboren am 11.08.2016 wirst Du Anfang/Mitte Oktober als kleiner Matrose hier einziehen, Käpt’n/Captain Jack. Bis dahin werden wir Dich noch einige Male besuchen, damit wir uns schon mal ein klitzekleines bisschen kennen lernen können und wahrscheinlich werde ich an dieser Stelle auch davon berichten, denn allein der Unterschied zwischen der letzten Woche und heute war schon so enorm, dass ich schon ganz gespannt darauf bin, was sich bis zur nächsten Woche schon wieder verändert haben wird.