Unser “Projekt 2019”

Ich hab Euch ja noch gar nicht von unserem Jahresprojekt erzählt. 
Und zwar war es so, dass ich neben all dem Training, der Überei, der Konsequenz und vor allem diesem “Das MÜSSEN wir aber noch hinkriegen!” einfach etwas brauchte, was wir JUST FOR FUN angehen und wo es am Ende schlichtweg herzlich egal ist, ob das nun klappt oder halt nicht.

Tja. Und da wir bei unseren Waldrunden nun jeden und jeden Tag an den leider nicht mehr benötigten, aber immer noch herumstehenden Slalomstangen vorbeigingen, beschloss ich Anfang des Jahres halt, dass es genau dieser Slalom werden sollte.

Unser “Projekt 2019”.

Die ideale Herausforderung, wie ich befand, denn zum einen fordert so ein Slalom das Hundehirn doch ziemlich heraus, zum anderen kann man ihn langsam und Stück für Stück ganz ans Hundehirntempo angepasst aufbauen. Ausserdem ist dieser Slalom bekanntlich auch eine recht fehleranfällige Geschichte, es würde sich also gar nicht vermeiden lassen, dass Jack auch mal Fehler macht und da kann er dann gleich auch mitlernen, dass es überhaupt nicht schlimm ist, auch mal Fehler zu machen. Wobei MEINE Herausforderung natürlich darin bestand, es gar nicht erst großartig zu Fehlern kommen zu lassen, denn oft sind diese ja ein deutliches Zeichen dafür, dass man einfach zu schnell vorgegangen ist.

Ich nahm mir also vor, ihm im Laufe des gerade angefangen habenden Jahres den Slalom zu lehren. In seinem Tempo, mit seiner Geschwindigkeit, aber dennoch grundsätzlich korrekt. Und wenn das bis zum Jahresende nix wird, dann wäre es auch okay, denn wie gesagt, das war JUST FOR FUN und ich wusste ja auch gar nicht, wie Jack meine Bemühungen überhaupt annehmen würde.

Tja und was soll ich sagen….?
Im Januar haben wir mit einer Gasse angefangen und inzwischen sieht das Ganze so aus:

 

“Gasse” bedeutet übrigens, dass man die Pfähle anfangs weit auseinander steckt. In unserem Fall also 3 nach links, 3 nach rechts und dann ruft man den Hund hindurch.

Die Pfähle werden dann nach und nach immer mehr zusammen gerückt, bis man irgendwann an den Punkt kommt, wo der Hund sich hindurchschlängeln muss. Hier hat es gar nicht lange gedauert, bis bei Jack der entscheidende KLICK kam – das war ne Zeit lang Millimeterarbeit, aber als er einmal begriffen hatte, was ich da überhaupt von ihm wollte, ging der Rest dann wahnsinnig schnell. 
Hab doch schon immer gesagt, dass das ein gannnnz schlaues Kerlchen ist ❤ 😉

Ok, man sieht, dass ich ihm körpersprachlich noch Hinweise gebe und man könnte durchaus auch noch ein wenig am Tempo arbeiten.
Allerdings ist mir verdammt nochmal egal, mit welcher Geschwindigkeit meine Rakete da durch die Stangen saust, denn mir geht es einzig und allein um die Sache an sich und DIE hat er wirklich meisterhaft gelöst, denn wie gesagt, ich wusste überhaupt nicht, ob wir das jemals hinkriegen würden und jetzt sagt der mir nach 2 Monaten schon “BÄM! Ich hab’s drauf!” – das find ich schlichtweg super, ich bin ziemlich stolz auf ihn und es tut zudem auch wahnsinnig gut 😉