#stayhomeandhavefun

Hallo zusammen,

am Ostermontag entstand spontan die Idee eines gemeinsamen Musikprojekts, welches allen Distanzen trotzt. Ganz unabhängig voneinander soll jeder, der mitmachen möchte, eine Instrumental- oder auch Gesangsspur aufnehmen, diese Spuren werden dann gesammelt und am Ende zu einem Gesamtwerk übereinander gelegt.

Jedes Instrument ist herzlich Willkommen! Auch Blockflöte!
Wer mitmachen möchte, macht bitte einfach mit und schickt seine Aufnahme oder wenn’s Fragen gibt, auch seine Fragen einfach an mich: stayhomeandhavefun@eifelwebs.de

Wir haben mit “Knockin’ on Heavens’s Door” extra einen Song ausgesucht, der auch für den ambitionierten Anfänger schaffbar ist, schliesslich möchte ich selbst ja auch mitmachen 😀 und ehe ich mich versah, schickte mir der liebe Frank Backhaus auch schon eine Basisspur, die ihr für Eure Aufnahmen gerne verwenden dürft.
Vielen lieben Dank dafür, ich freue mich gerade sehr darüber 🙂

Knockin’ Basistrack

Tabs/Chords

So und jetzt ran an die Instrumente 🙂
Ne konkrete Deadline gibt es nicht, aber ich denke, dass wir das hier schon ein paar Tage lang laufen lassen werden, bis dann alles zusammengemischt wird. Kommt halt auch drauf an, wie viele mitmachen. Achso und wer nicht möchte, dass sein Name genannt wird, dessen Name wird auch nicht genannt. Nicht hier auf dieser Seite und auch nicht im Podcast, denn dort soll das Gesatmtwerk dann demnächst zu hören sein. Bitte weist mich in diesem Fall einfach darauf hin, denn “mit Namensnennung” ist ansonsten nicht nur eine Selbstverständlichkeit, sondern halt einfach auch eine Frage von DANKE, Respekt und Wertschätzung.

Ich freu mich auf Eure Beiträge!

 

Angekommen.

Der Sommer ist vorbei, das Jahr neigt sich so langsam gen Ende zu und das ist genau die Zeit, wo sich so gaaaanz langsam die ersten Rückschaugedanken einschleichen.

Es war ein sehr schönes Jahr und lässt sich in vielerlei Hinsicht mit nur einem einzigen Wort zusammenfassen:

Angekommen.

In erster Linie beziehe ich das auf unseren Jack, der auf seinem langen Weg vom “Problemhund” zum echten Freund jetzt endlich die richtige Richtung gefunden hat. Den ich jetzt nicht mehr mit Sorgenfalten auf der Stirn, sondern mit einem lieben Lächeln und ganz viel Wärme im Herz anschaue, weil er mir auf einmal so viel mehr gibt als er fordert.

Aber auch abseits dessen hat sich vieles verändert – und NICHTS davon fühlt sich falsch an.
Dieses Gefühl hatte ich schon sehr lange nicht mehr. So lange, dass es mir fast schon ein wenig Angst macht, aber vielleicht muss das ja so sein, wenn die Dinge auf einmal richtig herum laufen.

Klar, es werden auch wieder andere Zeiten kommen, aber für diese Zeiten kann ich gerade so viel Kraft und Energie tanken, dass ich vorzüglichst gewappnet sein werde 🙂 

Die Shirts

Auf mehrfachen Wunsch hier mal beide Shirts zusammen:

 

und hier dann auch das Originalbild des Neuen:
(Die Auflösung ist runtergeschraubt und reicht NICHT aus, um es nachzudrucken.
Wer die Datei möchte, muss mich da schon bitte fragen 😉 )

Müde

Verdammt, ich glaub, ich muss hier mal Pause machen.

Ob ich die falschen Leute kenne, in den falschen Netzwerken unterwegs bin oder vielleicht einfach selbst immer nur das Falsche raushaue – keine Ahnung. Ich weiss nur, dass mich das alles ganz furchtbar müde gemacht hat, weil ich meistens vorher schon weiss, wie die Reaktionen aussehen werden und deswegen dann bereits fertig verfasste Sätze, Beiträge oder Aufnahmen doch wieder lösche – und das kann das doch nicht Sinn der Sache sein.

So ergeht es mir gerade sogar mit diesem Blogartikel – und es das gibt mir jetzt doch sehr zu denken, denn ich habe schon immer viel lieber geschrieben als geredet und wenn ich etwas nicht in gesprochene Worte fassen konnte/wollte, so ist mir das in Schriftform doch immer noch gelungen. Gerade muss ich jedoch miterleben, wie ich selbst daran grandios scheitere und ich fürchte, dass es nun ernst wird 🙁

Ich ertrage all diese Platitüden und Stammtischgespräche nicht mehr, die sich auf das allgemeine Tagesgeschehen, persönliche Angelegenheiten oder worauf auch immer beziehen. Im Netz lässt sich das, obwohl es auch dort unfassbar nervt, ja noch wunderbar wegklicken, doch im realen Leben funktioniert das leider nur bedingt und irgendwann möchte man nur noch ganz laut “VERDAMMT LASST MICH MIT EUREM SCHEISS IN RUHE!!!!” rufen. Dabei wäre es so wichtig, eben NICHT zu schweigen, aber mit denen, die es betrifft, KANN man halt nicht diskutieren. Einmal an diesem Punkt der Erkenntnis angekommen, WILL man es dann aber auch nicht mehr, weil es nämlich genau so sinnlos ist wie diese belanglosen Unterhaltungen, deren exakten Wortlaut man schon unzählige Male gehört hat.

Jaaaaa, ich weiss, man nennt dieses Gelaber “Smalltalk” und es ist auch durchaus gesellschaftlich akzeptiert, aber ich kann damit nun mal nichts anfangen. Vielleicht weigere ich mich aber auch nur, bewusst Worte und Zeit für etwas zu verschwenden, was zwei Minuten später sowieso wieder vergessen sein wird, weil es nämlich niemanden wirklich interessierte. Also weder den, der es sagte, noch den, der es hörte.

Aber es führt letztendlich halt zu, na, ihr ahnt es schon, SCHWEIGEN.

Neulich saß ich mit jemandem zusammen, wir unterhielten uns über genau dieses Phänomen und ich stellte dabei fest, dass ich offenbar gerade “keine Lust mehr auf MEN-SCHEN” hätte, was zuerst gar nicht so ernst gemeint war wie es vielleicht klang, aber mein Gegenüber schaute mich nur an, sagte ne ganze Weile gar nix und meinte dann nur 
“Das kann ich verstehen. Geht mir auch so.”

Je mehr ich darüber nachdenke, umso mehr komme ich zu dem Schluss, dass es auch tatsächlich so ist. Ich kenne durchaus viele liebe, nette und wertvolle Menschen, die ich schätze, mag und achte, aber als ich gerade diesen Satzanfang schrieb, hörte ich gleich schon wieder jemanden “Aber es gibt doch gar keine un-wertvollen Menschen, JEDER Mensch ist wertvoll!” rufen. Anstatt das jetzt aber zu löschen und politisch korrekter auszudrücken, lass ich es als Beispiel für dieses Dilemma einfach mal stehen, denn das ist eins von vielen Dingen, die mir die Lust am Reden und Schreiben gerade so massiv abtöten, nämlich dass man sich inzwischen schon bei jedem einzelnen Wort überlegen muss, ob man das so noch sagen darf, ob es politisch noch korrekt ist oder ob man nicht doch besser eine andere Formulierung wählen sollte. Ich gehöre zwar auch ohne Druck von außen schon zu denjenigen, die sich über sowas überhaupt noch Gedanken machen und nicht einfach im Sinne von “eigene Meinung haben” ihre Ergüsse ungefiltert rauslassen, aber inzwischen hat das Züge angenommen, die stellenweise einfach nur noch krank sind.

Gleichzeitig erlebe ich Menschen, die weinend im Supermarkt stehen, weil sie sich nicht zwischen den siebenundzwanzig verschiedenen Erdbeerrottönen einer Lippenstiftmarke entscheiden können und Angst haben, ausgerechnet den zu kaufen, der ihr gesamtes äußeres Erscheinungsbild komplett ruiniert – ausserdem hat diese Fleur de la Schlagmichtot auf ihrem Insta-Kanal doch erzählt, dass nur Lippenstift mit linksdrehenden Rottonkulturen wirklich effektiv beim Abnehmen hilft. Da werden Details und Tiefgang dann auf einmal extrem wichtig und all die, die da gerade so erbärmlich ertrinken, hätte ja auch einfach mal Schwimmen lernen können. Manchmal mag man gar nicht so viel essen können, wie man kotzen wollte. 

Manchmal lösen dann wieder ganz harm- und belanglose Dinge etwas aus.
Der Auslöser für diesen Beitrag hier gehört zum Beispiel in diese Kategorie, denn es war das simple Twitterfoto eines mit Bier gefüllten Glases, welches ich schlichtweg nur aus einem einzigen Grund postete, nämlich weil ich den Namen der Brauerei so niedlich fand. Hatte etwas mit Bibern zu tun, weswegen ich dann auch noch mit einem Augenzwinkern dazu schrieb, dass das Bier überhaupt nicht holzig geschmeckt hätte, aber nur wenige Momente später verdrehte ich auch schon wieder die Augen, denn natürlich fiel mal wieder jemandem auf, dass wir hier unser Bier ja gar nicht aus Litergläsern trinken und das musste genau so natürlich auch umgehend entsprechend kommentiert werden.

Was ich allerdings auch bereits vor 10 Jahren schon nicht mehr erheiternd fand.
Herrjeh, wir wissen hier inzwischen, dass wir von Bier keine Ahnung haben und dass echte Genießer, Könner und Fachidioten das ihre aus Gläsern trinken, die mindestens, aber auch wirklich mindestens einen halben Liter fassen. Lasst uns doch einfach und langweilt uns nicht mit den immer gleichen, dämlichen und zudem auch noch abgenutzten Sprüchen! 

So banal dieses Beispiel auch klingen mag, so stellvertretend steht es doch für die vielen kleinen und großen Dinge, bei denen man inzwischen lieber einfach nur noch weggehen und sich die Ohren zuhalten möchte. Es erklärt zudem auf anschauliche Weise, warum manch einer lieber gar nichts mehr sagt, als sich selbst nach einer völlig harmlosen Geschichte immer wieder mit der gleichen, zähen Leier konfrontiert zu sehen. Genau das hat mich inzwischen in so vielen verschiedenen bereichen so unfassbar müde gemacht, dass ich “keine Lust mehr auf MEN-SCHEN” habe. Was mir für die, die ich wirklich mag und die mich auch wirklich zurückmögen, sogar ehrlich und aufrichtig Leid tut. Auf Euch hab ich IMMER Lust, aber im Moment sind die vielen anderen halt so anstrengend, dass ich einfach mal ne Pause brauche.

DSGVO

Im Rahmen der in Bälde in Kraft tretenden DSGVO finden hier gerade einige Umbauarbeiten statt.
Die wesentlichen Dinge dürfte ich inzwischen erledigt haben, doch jetzt bedarf es nur noch ein wenig des Feintunings, dann geht es hier auch wie gewohnt weiter und dann bekommt auch niemand mehr merkwürdige E-Mails 🙂

Ebenso befindet sich die nächste Podcastfolge bereits in Arbeit. Ich weiss, ihr wartet alle seeeeehnsüchtig darauf und hoff grad selber, dass es sich jetzt nicht mehr allzu lange hinzieht – doch lasset Euch gesagt sein: Es ist wieder Land in Sicht 😉

In diesem Sinne
Bleibt mir gewogen
ULI

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