Ringelnatter frisst Frosch

Vorhin wurde ich an unserem Gartenteich unfreiwillig Zeuge eines Ringelnatter-Mittagessens. Ich gebe zu, dass es mich eine Riesenportion Überwindung gekostet hat, diese Fotoserie hier zu schießen, aber nunja, auch das ist nunmal die Natur, die wir so lieben.

Um Rücksicht auf die eher zarten Gemüter zu nehmen, habe ich die Vorschaubilder entschärft. Erst nach einem Klick darauf erscheint das komplette Foto.

 

Seerunde

Heut sind wir bei strahlendem Sommerwetter noch einmal um den See gelaufen. Oder besser gesagt gewandert, denn zum Laufen reichte erkältungsbedingt meine Luft nicht aus, aber den Genuss hat das in keinster Weise geschmälert. 

Viel zu erzählen gibt es darüber nicht, nur zwei Fotos wollte ich hier mal verewigen:

     
Remember 21.04.2018 🙂

Mein erster Urlaub

Neulich bin ich mit meinen Menschen im “Urlaub” gewesen.
Die beiden haben sich schon laaaaange darauf gefreut und auch mir immer wieder gesagt wie schön so ein “Urlaub” doch sei, allerdings hab ich sowas ja noch nie gemacht und war mir deswegen auch nicht sicher, was ich nun davon halten sollte.

Tja. Und wenn ich mal ehrlich bin, dann hat mich dieses verworrene Gefühl auch nicht ganz getäuscht, denn es war doch seeeehr anstrengend…

Zuerst musste ich 3 Stunden lang im Auto durch die Gegend fahren. Jaaaa, wir haben auch Pause gemacht, aber ich finde Autofahren halt nunmal ziemlich doof und das wird auch durch 1000 Pausen nicht besser und dann wurde ich auch noch an einen Ort gebracht, wo mir die Autos nur so um die Ohren rauschten, das fand ich gar nicht so doll. Ich erklär Euch das mal. Von außen sah das so aus:

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Eigentlich ja ganz nett und innendrin war’s auch richtig schön, aber wie man schon erkennen kann, ist zwischen Straße und Haus jetzt nicht mehr sooooo viel Platz. Und diese beiden Straßen hier waren ja auch nur die Hälfte der überhaupt anwesenden Straßen, also insgesamt trafen sich hier derer 4 Stück und  der Chef musste auch sehr lange warten, bis er mal ein Foto machen konnte, auf dem KEIN Auto mit drauf war.

DIE fuhren hier nämlich quasi 24 Stunden täglich direkt an unseren Fenstern vorbei und machten dabei einen ganz schrecklichen Lärm, das klang in meinen empfindlichen Ohren einfach nur gruselig und ich habe auch ein paar Tage gebraucht, bis ich mich mal ein bisschen daran gewöhnt hatte. Aber noch schlimmer war eigentlich, also ihr seht ja schon, wie eng das da alles ist und wenn man dann an dieser Straße entlang laufen musste, fuhren die Autos immer gannnnnz knapp an uns vorbei und das hat mir richtig Angst gemacht.

Ich hab mir zwar Mühe gegeben, damit keiner was merkt, aber leider hat das nicht immer geklappt Sad smile

Davon mal abgesehen kann ich aber jetzt doch wenigstens ein bisschen gut verstehen, warum ihr Menschen “Urlaub” so toll findet, denn keiner von meinen beiden musste zwischendurch so richtig lange mal weg, also zu Hause nennen die das “Arbeit” und davon hatten die hier im Urlaub halt nix und ich glaube auch, dass das Absicht war, jedenfalls hörte sich das nicht so an, als wenn sie das nur zu Hause vergessen hätten. Beide hatten so richtig viel Zeit für mich und wir haben auch viele schöne Dinge unternommen, zum Beispiel waren wir am “Teufelstisch”

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oder haben lustige Genossen getroffen

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Das war schon spaßig. Aber auch anstrengend.
Für alle Winking smile

Wenn ihr Genaueres über diesen Urlaub wissen möchtet, dann schaut doch mal H I E R nach, denn da hat mein Frauchen diese Woche doch etwas ausführlicher dokumentiert.

Zum Schluss möchte ich Euch aber noch ein wunderschönes Bild von mir zeigen, welches der Internetwelt einfach nicht verborgen bleiben darf. Es entstand in Speyer, direkt am Rhein und jetzt seid doch mal ehrlich, ich hab doch das Zeug für nen Job als Fotomodell, Bachelor, Casanova… oder?

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Bis denne
Euer
JACK – The Traveller

Urlaub in der Pfalz

Vom 16.-24.09.2017 verbrachten wir unseren Sommerurlaub im pfälzischen “Rhodt unter Rietburg” – inclusive Geburtstag und Goldhochzeitsfeier. Hier mein Bericht:

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Tag 1 (Samstag, Anreise) war sehr anstrengend. 
Morgens bin ich mit Jack noch eine extra lange Runde gelaufen – in der Hoffnung, dass er die Fahrt dann einfach verpennen würde. Nunja, der Plan ging nur teilweise auf, denn die 3 Stunden im Auto waren für ihn trotz Pause wohl nicht wirklich angenehm, aber er hat es dennoch super gemeistert.

Unsere Ferienwohnung liegt zudem unmittelbar an der Straße.
“Rhodt unter Rietburg” ist zwar ein vergleichsweise kleiner und sehr schöner Ort, aber das bringt halt auch mit sich, dass die Straßen recht eng sind. So eng, dass noch nicht einmal mehr Platz für einen noch so schmalen Bürgersteig blieb, so dass die Autos, LKW und Busse sich direkt an unseren Wohn- sowie Schlafzimmerfenstern vorbeiquälen, wobei sie selbige dabei auf recht unangenehme Weise zum Vibrieren bringen. Es hat dadurch sehr, sehr lange gedauert, bis Jack mal ansatzweise zur Ruhe kam und ein wenig abschalten konnte und auch für uns ist dieser Lärm extrem unangenehm. Die Tatsache, dass hier ausgerechnet an diesem Wochenende auch noch ein Weinfest inclusive Shuttle-Bus-Service stattfindet treibt Verkehrs- und Lautstärkefrequenz dann nochmal deutlich in die Höhe, aber das ist ja morgen vorbei. In ein paar Tagen wird Jack sich hoffentlich an die vielen neuen Dinge aber gewöhnt haben und nicht mehr ganz so unter Strom stehen, aber momentan ist er mit der Situation doch sichtlich überfordert.

Die Runden durch die Weinreben hat er jedoch schon sichtlich genossen und wir konnten ihn abends auch problemlos ein Stündchen alleine hier in der Wohnung lassen, um selbst mal kurz über’s Weinfest zu schlendern. Gut gegessen haben wir auch, vor allem die in Nüssen und Mandeln gebratene Aubergine muss ich mir unbedingt zum Zuhause-mal-Nachkochen merken. Jetzt lassen wir den Abend aber erst einmal gemütlich ausklingen und schreiten morgen dann frischen Mutes zu neuen Taten 🙂

Tag 2 (Sonntag) begann dann auch prompt mit einer mittleren Katastrophe, denn mein Handy stellte sich ohne Vorwarnung einfach tot.
Es ist zwar bei weitem nicht so, dass ich ohne mein Handy nicht überlebensfähig wäre, aber zum einen starb mit ihm auch jedwede Möglichkeit, hier auch nur einen einzigen Geocache zu heben, denn natürlich habe ich das Garmin NICHT mit in den Urlaub genommen. Zum anderen brauche ich es dringend als Kommunikationszentrale, denn wir sind hier in der Pfalz ja im wahrsten Sinne des Wortes nicht mutterseelenalleine angereist, nein, im Nachbardorf residieren meine Eltern sowie eine meiner beiden Schwestern, weil dort ja am nächsten Wochenende eine Goldhochzeit gefeiert werden soll. Der Rest der Familie reist im Laufe der Woche ebenfalls noch an und da erleichtert so’n Smartphone die gegenseitige Abstimmung doch nicht ganz unwesentlich.

Nach ewig langem Hin und Her scheint es mir aber inzwischen gelungen sein, es noch einmal wieder zu beleben, jedenfalls lädt es jetzt und dann muss ich nur noch herausfinden, warum trotz penibelstem Aufpassens wieder so eine Tiefenentladung stattgefunden hat, denn das war ja nun nicht das erste Mal und erst gestern hatte ich es ja noch am Strom hängen, aber nunja.

Wir hatten uns dann halt eben ohne mein Handy auf den Weg nach Speyer gemacht. 
Dort mussten wir jedoch feststellen, dass Jack mit dem ganzen Trubel tatsächlich hoffnungslos überfordert ist, denn obwohl wir nur ein paar Meter am Rheinufer schön durch’s Grüne entlang spazierten, war er völlig überdreht und so war überhaupt nicht daran zu denken, mit ihm auch mal IN die Stadt zu gehen. So betrachteten wir den schönen Dom halt erstmal nur aus der Ferne

und fuhren dann wieder zurück, so dass er eine Weile in der Wohnung bleiben konnte, während wir noch einmal über’s hiesige Weinfest schlenderten, gut aßen und auch noch leckeren Kuchen zum Mitnehmen fanden, welchen wir dann später in der Wohnung gemütlich bei frischem Kaffee genossen. Und nun werden wir uns wohl überlegen müssen, wie wir die restlichen Tage hier gestalten, denn auch wenn wir wussten, dass das mit Jack nicht sooooo einfach werden würde, so ist das doch eine recht nervenzehrende Angelegenheit, die sich aber hoffentlich von Tag zu Tag bessern wird.

Den heutigen Abend haben wir jedenfalls gemütlich in der Wohnung verbracht und morgen beginnt dann die neue Woche.

 

An Tag 3 (Montag) stellten wir dann fest, dass uns hier ab 6:00 in der Früh die ersten Busse sowie anscheinend der komplette pfälzer Berufsverkehr quasi direkt am ebenerdigen Bett vorbeirattern. Besonders erquicklich waren dabei die etwas größeren Fahrzeuge, die diese enge Kreuzung nicht ohne Zurücksetzen überwinden können und dieses durch anhaltendes Achtung-ich-fahr-jetzt-rückwärts-Piepen auch warntonlautstark kundtaten. Und jetzt, wo es hell ist, bin ich sichtlich überrascht, welch dicke LKW doch durch diese engen Straßen passen, also in dieser Hinsicht haben wir mit unserer Ferienwohnung nicht wirklich das goldene Los gezogen. Das wiederkehrende Hupen der sich in endlosen Zeitnöten befindlicher Ich-bin-wichtiger-als-alle-anderen-also-jetzt-weg-da-Menschen setzt dem i dann das Tüpfelchen auf, aber hallo, das ist hier von 2 Seiten eine STOP-Straße, da MÜSSEN die anderen vor dem Losfahren erst einmal anhalten…

Nee, das ist schlimm. Und noch schlimmer ist eigentlich die Tatsache, dass es an dieser Ecke keinen Bürgersteig gibt, wir stehen also, sobald wir zur Tür raus sind, mit den Fußspitzen schon auf der Straße. Was erst so richtig spaßig wird, wenn man einen Hund an der Leine hat, der vor lauter Panik gar nicht mehr weiss wohin er nun soll, denn das macht die ganze Angelegenheit ja noch richtig gefährlich. Ich schau inzwischen immer erst, ob aus der Straße auch ja kein Auto kommt, bevor ich um die Ecke biege und mich auf das rettende Treppchen vor der Tür flüchte, also das ist auch ohne so einen Hund schon ne richtig fiese Angelegenheit. Leider kann man sowas im Vorfeld ja aber nicht in Erfahrung bringen, sonst wären wir in DIESER Wohnung mit Sicherheit nicht abgestiegen. Ich hielt das hier nämlich für ein kleines, ruhiges Winzerdörfchen mit ner ruhigen Wohnung am Ortsrand – aber ok, so kann man sich täuschen.

Den Tag haben wir heute größtenteils wandernd verbracht.
Zuerst ging es hinauf zur Rietburg, die man zwar auch bequem per Seilbahn erreichen kann, aber da mir die Vorstellung eines zappelnden Jacks auf dem Schoß doch sehr missfiel, zogen wir den Aufstieg per pedes vor. Es wurde auch recht steil, letztendlich aber gar nicht so schlimm wie befürchtet und auch wenn das Wetter nicht sooooo optimal war, wurde uns oben angekommen doch ein herrlicher Weitblick vergönnt.

Der Kellner des Cafes, in welchem wir später noch einen Kaffee tranken, wird uns, bzw. unseren Hund allerdings so schnell nicht mehr vergessen, denn selbiger hat sich dort doch recht lautstark und beeindruckend präsentiert, doch sowas nehmen die Leute hier glücklicherweise humorvoll hin.

Die nächste Station des heutigen Tages führte uns auf einen Baumwipfelpfad. Dort trafen wir uns mit dem Rest der bereits hier angereisten Familie und marschierten dann in luftiger Höh über die Wipfel, was sich als sowohl interessant als auch recht lustig erwies. Auf die Fotos bin ich jedenfalls schon sehr gespannt 😉

Auf dem Heimweg legten wir dann noch einen kurzen Zwischenstopp beim “Teufelstisch” ein. Diese Felsformation erreicht man nach einem kurzen Aufstieg, der sich aber richtig lohnt, denn was man dort sieht, ist schlichtweg BEEINDRUCKEND. 

Hier konnte ich dann auch endlich meinen ersten Urlaubscache loggen und jetzt ist zumindest schon mal sicher gestellt, dass ich nicht komplett loglos wieder nach Hause fahre 🙂

Für heute war das dann aber auch satt genug und nach einem extrem schmackhaften Abendessen lassen wir diesen Tag dann jetzt gemütlich auf der Couch ausklingen.

 

Tag 4 (Dienstag) begann dank pünktlich um 6:00 Uhr einsetzendem Verkehrsgerattere wieder sehr früh, was allerdings auch Vorteile mit sich bringt, denn so kann ich mit Jack die morgendliche Runde durch die Weinreben absolvieren, noch bevor all die anderen mit ihren Hunden dort flanieren. Viel mehr wird er heute auch nicht zu Gesicht bekommen, denn wir haben beschlossen, ihm mal einen Tag Pause und vor allem RUHE zu gönnen, bevor der uns hier noch komplett abdreht. Also blieb ich mit ihm einfach zu Hause, während sich mein Mann noch einmal auf den Weg nach Speyer machte, um dort in aller Ruhe und ohne quengelnde Ehefrau an der Seite das Technikmuseum zu besuchen.

Wir hingegen nutzten die Zeit, um in den hiesigen Weinfeldern ein paar Caches zu heben. Drei Versuche – drei Funde, so darf das gerne weitergehen, aber meine Überlegung, die Runde noch etwas auszudehnen, verwarf ich in Anbetracht der aktuellen Wetterlage dann spontan wieder, so dass es für heute wohl dabei bleiben wird.

Während Jack sich dann seinem wohlverdienten Tiefschlaf widmete, bastelte ich noch die verbliebenen Deko-Rosen für das Fest am Samstag zusammen und erledigte so einige andere Dinge, die man halt erledigt, wenn man alleine in einer Ferienwohnung sitzt. Bei dieser Gelegenheit stellte ich dann auch fest, dass die örtliche Müllabfuhr diese Kreuzung hier problemlos komplett lahmlegen kann, da standen nämlich plötzlich die Autos in alle vier Himmelsrichtungen, nichts ging mehr und ich bin mir gerade nicht sicher, ob mich das nicht doch vielleicht so’n klitzekleines bisschen gefreut hat 😉

Mein Mann war vom Technikmuseum dann auch sehr angetan – die Fotos werde ich alle mit ins Sammelalbum packen.

Dieser Besuch hat sich also allemal gelohnt, wohingegen wir über selbigen zwecks Abendverköstigung beim edenkobener Griechen dann jetzt einfach mal den Mantel des Schweigens breiten.

Tag 5 (Mittwoch) beliebte mir dann erst einmal einen gehörigen Schrecken einzujagen, dann hier ging nachts um halb 1 – ich schlief bereits tief und ahnte von nix – plötzlich völlig grundlos der Rauchmelder oben auf dem Kleiderschrank los. Das muss man dann erstmal sortieren, denn aufgeschreckt durch dieses markerschütternde Alarmgeheule wusste ich zuerst gar nicht wo ich überhaupt bin, doch konnte ich den Quell des Übels dann doch recht schnell identifizieren (war ja auch nicht zu überhören) und dann war auch bald wieder Ruhe. Der Sicherheit mag es jetzt nicht dienlich sein, dass wir die Batterie einfach mal aus dem Ding rausgenommen haben, aber nee, sorry, das mit dem Schlafen ist hier sowieso so ne Sache, da müssen hier nächtens nicht auch noch unangekündigte Alarmübungen stattfinden…

Um 6 fuhr dann wie gewohnt der erste Bus und kurz drauf wandelten mein Hund und ich auch schon wieder durch die MAISfelder 😀

Das könnte rein wettermäßig heute noch ein richtig schöner Tag werden, denn bei gar wunderschön anzusehendem Herbstnebel deutete sich ein herrlich blauer Himmel an, der am Horizont rot-gülden schimmerte, vielleicht bekommen wir heute ja tatsächlich noch ein bisschen Sonne ab. Brauchen könnten wir’s jedenfalls ganz gut.

Den Vormittag verbrachten wir dann auf dem “Skulpturenpfad”und das war eine Runde, die uns so richtig gut gefallen hat. Schöne Ideen aus Holz, der Rückweg führte dann noch an der “Mariengrotte”

 

vorbei und endete an einem Cache namens “Zur Ruhe kommen”, welcher seinem Namen alle Ehre machte und wo wir dann doch noch etwas länger verweilten, weil die Aussicht einfach wunderbar, die Ruhe einfach himmlisch und die Sonne einfach wohltuend war.

Das nachmittägliche Eis in Maikammer tat auch einfach nur gut 😀
RICHTIG schön war es. Auch wenn wir beim nachfolgenden Spaziergang die Mandelbäume nicht finden konnten, aber da wird die Familie noch einmal recherchieren und Samstag nehmen wir dann einen neuen Anlauf. Also Mandelbäume haben wir schon gefunden, aber halt irgendwie die falschen und danach dann auch noch ganz andere, ach, ich weiss auch nicht 🙂

Hab mir von diesen Zierbirnchen auf jeden Fall mal ein bisschen Fallobst mitgenommen und werde zu Hause mal versuchen, ob ich so einen hübschen Baum vielleicht auch mal zum Wachsen und Gedeihen bringe.

Heute Abend hatte ich dann zum ersten Mal das Gefühl, im Urlaub angekommen zu sein.
Wir waren bei “Traudel und Fritz” eingekehrt und fanden uns in einer wahrlich urigen Straußwirtschaft wieder, wo es deftige, pfälzer Kost bei schmackhaftem, pfälzer Wein gab. SO hab ich mir das hier vorgestellt. Und davon hätte ich gerne noch viel, viel mehr.

Aus diesem Grund habe ich mich dann auch an Tag 6 (Donnerstag) nicht vom mir inzwischen so bekannten 6-Uhr-Bus wecken lassen, sondern bin ihm einfach zuvorgekommen und schon ein paar Minuten früher aufgestanden, so dass diesmal nicht er mich, sondern ich ihn am Fenster stehend erschrecken konnte, als er ratternderweise an selbigem vorbeidröhnte. Außerdem wollte ich immer schon mal so im Dunkeln durch die Weinreben schleichen, denn das ist doch ziemlich gruselig und ich muss zugeben, dass ich da vorhin sehr froh war, einen Hund bei mir zu haben, von dem ich zuverlässig wusste, dass er nichts und niemanden näher als 10 Meter an mich heranlassen würde 😉

Für heute ist bei angesagt gutem Wetter dann auch eine längere Caching-Wandertour geplant, der “Bürstenbinder Powertrail”. Wir sind zwar nur die Kurzversion dieser insgesamt 15 km langen Runde gelaufen, weil bereits recht früh abzusehen war, dass wir für den kompletten Trail bis in die Abendstunden hinein unterwegs sein würden, hatten aber dennoch ein paar schöne, ruhige Stunden im Wald und trafen dabei sogar noch ein weiteres Cacherpaar, mit dem wir einen Teil der Runde gemeinsam absolvierten.

Den Nachmittag verbrachten wir mit dem Rest der so nach und nach eintrudelnden Familie in Maikammer und auch heute Abend werden wir es so richtig gemütlich angehen lassen. Ehrlich gesagt wurde es so gemütlich, dass ich bereits kurz nach Beginn des Viertelnachachtabendfilms schon im Bett lag – die unruhigen Nächte fordern so langsam ihren Tribut.

Auch Tag 7 (Freitag) begann gewohnt früh, so dass ich zwischen den Weinreben wieder die aufgehende Sonne inclusive Morgenrot genießen konnte. Ein durchaus schöner Anblick, zumal sich auch wieder ein herrliches Wetter anzukündigen scheint, aber ich freue mich gleichzeitig auch zunehmend auf die heimische Ruhe.

Wobei wir bei unserer heutigen Vogelhäuschen-Runde auch eine himmlische Ruhe genießen konnte, denn sie führte durch einen kaum frequentierten Wald, so dass uns nur sehr wenig andere Wanderer/Cacher begegneten. Diese Serie war uns gestern ja von anderen Cachern empfohlen worden und wir haben es NICHT bereut, dort spontan noch hingefahren zu sein, denn sogar mein eher cache-unlustiger Göttergatte hatte bei den ganzen technischen, elektronischen, akustischen und geistigen Spielereien, auf die wir heute trafen, echten Spaß.

Doch, das war toll und hat bei strahlendem Sonnenschein auch richtig gut getan, denn rein verkehrsmäßig merkt man doch seeeeehr deutlich, dass das Wetter sich gebessert hat und dass mit dem Freitag das Wochenende eingeläutet wurde. Schon auf der Heimfahrt quälten sich die Autoschlangen stellenweise durch die engen Straßen, wodurch wir schon eine Vorahnung auf das bekamen, was uns dann in unserer Wohnung so lautstärketechnisch wieder erwarten würde und genau so kam es dann auch – Wochenende olé. Sorry, dass ich auf diesem Thema immer wieder herumreite, aber es IST auch einfach nur schlimm. Mein Hass auf hupende Autofahrer, anfahrende Busse/LKW sowie knatterdröhnende Motorräder erreicht hier jedenfalls täglich ein neues Level.

Dafür war aber unser vorgezogenes Abschiedsessen sehr schmackhaft. Den letzten Abend dieses Urlaubs werden wir ja goldhochzeitfeiernd mit der Familie im Hotel verbringen, daher besuchten wir heute noch einmal den “Kastanienhof”, wo man sehr wohl weiss, wie man gute Steaks richtig brät. 

Tag 8 (Samstag) begann mit der Erkenntnis, dass der mir inzwischen so vertraute 6-Uhr-Bus am Wochenende offenbar nicht fährt. Da ich aber trotzdem pünktlich wach wurde, marschierten Jack und ich kurz drauf trotzdem durch die Weinreben und irgendwie war der Gedanke gar nicht wehleidig, dass ich das so früh jetzt nur noch ein einziges Mal machen muss, bevor es morgen wieder nach Hause geht.

Zuvor wird jedoch noch ordentlich Goldhochzeit gefeiert.
Und es wurde ein wunderschöner Tag!
Mit einer Weinproben-Tour durch die Reben, einem Spaziergang zu den Mandelbäumen, Apfelweitwurf sowie anschließendem Kaffee und Kuchen wurde ein perfekter Grundstein für das abschließende Festmenu gelegt.

 

Rundum gelungen. Alles. Inclusive Glückstränchen und Saumagenlikör. Fotos folgen 🙂

Da ich trotz mich übermannender Müdigkeit auch in der letzten Nacht nur sehr unruhig schlafen konnte, was ich in diesem Fall aber zumindest teilweise auch dem sich anbahnenden Heimreisefieber zur Last lege, liefen wir an Tag 9 (Sonntag, Abreise) noch früher durch die Weinfelder als üblich. Es wurde ruhige Abschiedsrunde in völliger Dunkelheit und Stille, denn man hörte weder nah vorbeifahrende Autos noch in der Ferne arbeitende Traktoren, so wie es eigentlich an allen anderen Tagen der Fall war. Sonntagsruhe eben.

  

Das Frühstück wurde dadurch auch etwas nach vorne verlegt, so dass wir uns bereits um 9 Uhr auf den Heimweg machen konnten, ohne vorher noch großartig Stress gehabt zu haben. Einige Stunden später waren wir dann auch schon wieder zu Hause und nun lassen wir nicht nur den Tag, sondern den ganzen Urlaub noch bei Kaffee, Kuchen und ganz viel Ruhe ausklingen.

— E N D E —

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