Januar

Im Januar werden auf der Fensterbank die ersten Zierpflanzen gesät, wobei die unterschiedlichen Lichtansprüche der Pflanzen zu beachten sind. Das Blaukissen gehört beispielsweise zu den Lichtkeimern, weswegen der Samen nicht mit Erde, sondern lediglich mit Folie oder
einer Glasscheibe abgedeckt werden darf.

Der Frostschutz der Garten- und Blumenbeete sollte regelmässig überprüft werden.

Kaltkeimer (Pflanzen, deren Keimhemmung des Saatgutes durch einen Kältereiz aufgehoben wird) werden im Januar oder Februar ausgesät. Hierzu gehören z. B. Enzian, Duft-Veilchen, Bärlauch, Primeln, Iris, Mohn, Phlox, Trollblume und Eisenhut.

An frostfreien Tagen sollten jetzt Stachel- und Johannissbeersträucher geschnitten werden. Hierzu ein Tipp: Die schönsten Früchte hängen am starken, einjährigen Holz. Deshalb sollte der Winterschnitt ausgewogen aber kräftig sein.

Mit dem Obstbaumschnitt kann nun ebenfalls begonnen werden. Ältere Apfel- und Birnbäume kann man bei frostfreier, trockener Witterung durchaus zurückschneiden, doch sollte dies nicht unmittelbar im Anschluss an eine längere Frostperiode geschehen. Grundsätzlich empfiehlt sich, den Obstbaumschnitt erst ab Februar vorzunehmen.

Lässt man das anfallende Schnittholz zwischen den Bäumen liegen, kann dies dem Verbiss durch Rehe und Hasen vorbeugen.

Immergrüne Gehölze wie Buchsbaum, Rhododendron oder Stechpalme sollte man bei anhaltend trockener Witterung giessen. Nach starkem Schneefall empfiehlt es sich, die Äste frei zu schütteln, damit sie durch die starke Last nicht abbrechen.

Im geschützten Frühbeet kann nun schon Schnittsalat, Kohlrabi, Pflücksalat, Sommerlauch und Weißkohl gesät werden.

Sofern die Witterung es zulässt, lassen sich Wintergemüse wie Meerrettich, Sellerie, Feldsalat, Wirsing, Porree, Grünkohl und Spinat immer noch ernten.